Nicht wie die anderen

Vor eineinhalb Jahren eröffnete Nochlechka das soziale Restaurant „Eingang auf der Stassenseite.
Die durch die Invasion in die Ukraine ausgelöste Krise hat jedoch die Entwicklung dieses innovativen Projekts stark gebremst.
Den obdachlosen Sans-Papiers ermöglichen, einen der verschiedenen Berufe im Gastgewerbe zu erlernen. In 18 Monaten haben sieben Personen ein Praktikum vollständig absolviert und in der Restauration eine Anstellung gefunden. Vier haben die Ausbildung abgebrochen.
Eine noble Idee, die aber leider zu wenig Interessenten angesprochen hat, als dass der Betrieb ohne Defizit hätte geführt werden können.
Aifgrund dieser Erfahrung hat es Nochlechka vorgezogen, das Konzept zu ändern und an einem anderen Ort neu anzufangen.

Der neue Aufbruch
Trotz des wirtschaftlichen Misserfolgs haben wir realisiert, dass es sich lohnt, die Initiative weiter zu verfolgen, erklärt Danil Kramorov, der Direktor von Nochlechka.
Deren sozialer Aspekt hat sehr positive Perspektiven aufgezeigt. Wir werden also nach vorne schauen und hoffen, dass unser neues Angebot finanziell tragbar sein wird.
Wir hoffen, dass mehr Menschen, die auf der Strasse leben, eine Ausbildung beginnen können. Beim früheren Projekt konnte jeweils nur ein Obdachloser aufs Mal die Lehre beginnen. Heute können drei bis vier Personen gleichzeitig im Gastgewerbe ausgebildet werden.
Unser neues Bistro heisst „Hobo“. Das war der Name der amerikanischen Landstreicher, die im 19. Jahrhundert durchs Land zogen und Arbeit suchten, erläutert Danil Kramorov.
„Hobo“ ist ein Streetfood-Restaurant und befindet sich im Center Berthold, Graschdanskajastrasse 13-15, „schwarze“ Treppe, 2. Etage. Es ist täglich von 11.00 Uhr bis 23.00 Uhr geöffnet. Das Angebot auf der Karte ist reichhaltig und abwechslungsreich.

Reintegration
Danil fährt fort: Wir sind überzeugt, dass unsere Obdachlosen in der Lage sind, die Kompetenzen zu erwerben, die auf dem Arbeitsmarkt im Gastgewerbe am meisten gefragt sind und sich damit wieder integrieren können.
Die Frauen und Männer, die die Obdachlosigkeit überlebt haben, können lernen, alltägliche Gerichte zuzubereiten und sich alle Kniffe des Berufs in unserem neuen Betrieb aneignen, sagt Danil Kramorov voller Begeisterung.

Die Dauer des Praktikums liegt bei drei bis vier Monaten. Am Schluss besitzen unsere Praktikantinnen und Praktikanten das nötige berufliche Rüstzeug, um eine Anstellung in einem Restaurant der Stadt zu finden. Ausserdem durchforscht Nochlechka den Markt ebenfalls, um den Lernenden bereits vor Abschluss der Ausbildung Stellen vorzuschlagen, erklärt uns Danil Kramorov.

Strassenküche
Wir bieten unserer Kundschaft Gerichte aus verschiedenen Weltgegenden an. Zu jeder neuen Jahreszeit lässt sich die Mannschaft des Restaurants von der kulinarischen Kultur anderer Länder und Kontinente inspirieren. Sie lädt auch professionelle Küchenchefs ein, die ihre Erfahrung einbringen, um eine neue Menükarte zu kreieren, betont Jekaterina Rosenfeld, die Gerantin des Restaurants „Hobo“.

Ein begeisterter Küchenjunge
Wie es Andrej, den wir am Herd antreffen, ausdrückt: Diese Erfahrung ist eine riesige Chance. Stellen Sie sich vor: Vor acht Monaten lebte ich noch auf der Strasse. Dank Nochlechka bin ich heute daran, Gerichte zuzubereiten, einen Beruf zu erlernen und schon bald werde ich ein normales Leben führen können.

Unsere Aufgabe ist immens. Helfen Sie uns, Leben zu retten!

Wichtig: Trotz der Boykottmassnahmen ist es uns weiterhin möglich, Ihre Unterstützungsbeiträge zu überweisen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite ist durch reCAPTCHA und Google geschütztDatenschutz-Bestimmungen UndNutzungsbedingungen anwenden.