Nochlechka und das Portal “So laufen die Dinge” haben ein gemeinsames Projekt entwickelt: anhand von Monologen den Alltag all jener Personen kennenzulernen, die den obdachlosen Sans-Papiers helfen.
Heute haben viele dieser Persönlichkeiten Nochlechka verlassen und ihre Tätigkeit aufgegeben.
Ihre Berichte sind jedoch immer noch aktuell, da diese Menschen Nochlechka geprägt und den Obdachlosen geholfen haben.
Daria Baibakova

Daria Baibakowa erzählt uns ihren beruflichen Werdegang, der sie an die Spitze von Nochlechka Moskau geführt hat. Mehr erfahren
Grigori Sverdlin

Grigori war bis 2022 Direktor von Nochlechka. Er erzählt uns, wie alles passiert ist, wie er dazu gekommen ist, die Rechte der obdachlosen Sans-Papiers zu verteidigen. Mehr erfahren
Igor Antonov

Igor war Fahrer des Nachtbusses. Früher, in einem anderen Leben, war er Seemann. Wie schafft man den Wechsel vom Schiffsdeck zur Obdachlosenhilfe? Igor berichtet darüber. Mehr erfahren
Dr. Anatoly Kurkovsky

Anatoli ist Chefarzt am Botkin-Krankenhaus, der einzigen Klinik, die obdachlose Sans-Papiers aufnimmt und behandelt. Er spricht von seinem Alltag in der Klinik. Mehr erfahren
Nochlezhka und das Portal „So laufen die Dinge“ haben ein gemeinsames Projekt gestartet: Mittels Monologen die Existenz der von der petersburger Gesellschaft ausgegrenzten Menschen aufzeigen, dazu aber auch den Alltag all jener bekanntmachen, die ihnen Hilfe leisten.
Diese Monologe von obdachlosen Sans-Papiers, ihre Gedanken zum Leben und zu andern Themen beleuchten die Realität dieser Bürger, die um jegliche behördliche Identität gebracht wurden.
Die Monologe wurden von der Journalistin Nastia Riabtsewa zusammengetragen.
Zur russischen Version
“Sie sind wie wir Mit den Obdachlosen nicht nur über die Obdachlosigkeit, sondern auch über die Liebe, den Glauben und über das Leben ganz allgemein zu sprechen, erlaubt uns, einen umfassenderen Eindruck von ihnen zu erhalten und einen genaueren Blick hinter die Kulisse ihres Status der Verbannten zu werfen, sagt Nastia Riabtsewa. Bevor wir über sie urteilen, ist es an uns, durch diese Monologe bisher unbekannte Lebensvisionen kennenzulernen. Dadurch lernt man, die Voraussetzungen und die Bedingungen ihres Daseins zu verstehen und man kann nie mehr sagen: Das ist ihr Fehler”, folgert Nastia.
Igor, 35 Jahre
Ursprünglich Matrose, ist Igor Antonov heute Fahrer des Nachtbusses. Noch gar nicht so lange her, war Igor in seinem früheren Leben Matrose. Lesen
Grigory 37 Jahre
Grigory Swerdline ist Direktor von Nochlezhka. Er erzählt uns, wie es dazu kam. Lesen
Anatoly 48 Jahre
Er ist Chefarzt des Krankenhauses Botkin in St. Petersburg.
Es ist dies das einzige Spital, das bereit ist, obdachlose Sans-Papiers aufzunehmen und zu pflegen. Lesen
Wasily 65 Jahre
Odarschuk Wasily verlangt Gerechtigkeit und auch die Anerkennung seiner Invalidenrente. Odarschuk Wasily irrte auf der Suche nach einem Heimathafen lange umher. Lesen
Alexei 45 Jahre
Das Schicksal von Alexei Polyakov gibt uns einmal mehr einen Eindruck, wie in Russland einige Abweichungen vom normalen Tagesablauf jemanden auf den Weg zum Bürger zweiter Klasse führen können. Lesen
Slawa 23 Jahre, der Waise
In Russland ist der Austritt aus dem Waisenheim stets eine harte Prüfung. Der Waise ist sehr selten auf den Dschungel vorbereitet, der ihn erwartet. Lesen
Dimitri 45 Jahre
Dmitri Kurlapov ist ein gutes Beispiel eines Geschädigten der russischen Verwaltung. Lesen
Alex 47 Jahre
Die Geschichte von Alex Doschlikov fasst sehr gut zusammen, was in Russland jedem passieren kann, wenn ein unerwartetes Ereignis plötzlich den Verlust der Popiska verursacht. Lesen
Sergueï 60 Jahre
Der berühmte Satz von André Gide aus seinem Buch „Die Früchte der Erde“ fasst den Leidensweg von Sergei Pokrovsky sehr gut zusammen. Lesen