In grosser Gefahr

Angesichts der Bedrohung durch den Coronavirus hat Nochlechka ein Minimum an Kontrollen eingeführt.
Ausser Atem, mit rotem Gesicht infolge der nächtlichen Kälte (es ist gefroren an diesem 23. März), Züge von Müdigkeit im Gesicht, erreicht Melor, 60 Jahre, die medizinische Trennung in der vor dem Überlebenszelt errichteten Schleuse.

Während das offizielle Russland bezüglich Corona langsam erwacht, die Pandemie unvermeidlich an Boden gewinnt, lesen Sie die neuesten Entwicklungenerläutert uns Andrei Schapaev, verantwortlich für die humanitären Dienste bei Nochlechka, die angesichts der Ausbreitung des Coronavirus getroffenen Massnahmen.

Das unerlässliche, strikte Minimum
Wir haben am Eingang der Zelte, des Empfangszentrums, der Nachtunterkunft und beim Nachtbus eine systematische Desinfektions- und eine Messstation für die Körpertemperatur eingerichtet.
Im Moment ist dies alles, das wir im heutigen Zeitpunkt der Krise konkret machen können.
Im Wissen, dass dies die einzigen Orte sind, wo die Obdachlosen ohne Ausweise Hilfe und Unterschlupf finden, wäre es sehr schwierig für uns, sie schliessen zu müssen.

Aufruf zur Hilfe
Am 24. März haben wir ebenfalls die Behörden von St. Petersburg und von Moskau aufgefordert, unseren Kampf gegen Corona zu unterstützen.
Wir empfehlen ihnen, in den beiden Grossstädten zusätzliche temporäre Empfangszentren zu errichten, wo die Obdachlosen den nötigen Abstand einhalten können und medizinische Hilfe erhalten.

Eine unabdingbare, dringende Massnahme
Die Obdachlosen können alleine nicht überleben. Unter diesen Leuten gibt es viele Alte. Ihr Immunitätsstand ist sehr tief, ihr körperlicher Zustand bedauernswert.

Lasst sie eine Unterkunft finden
Wir haben auch darum ersucht, den Obdachlosen die Türen der staatlichen Aufnahmezentren zu öffnen.
Wie immer, erfordern diese Orte eine beeindruckende Menge an Zulassungspapieren, um dort auszuruhen, sei es auch nur für eine Stunde.
Angesichts der Coronapandemie sind diese Massnahmen nicht mehr angebracht.
Es gibt Underttausende, die zur Zeit keine Möglichkeit haben, Distanz zum Virus zu haben, um sich und andere zu schützen.
Dies muss umgehend ändern.

Angesichts der Dringlichkeit der Lage braucht Nochlechka mehr denn je unsere Unterstützung.
Helfen wir, Leben zu retten.

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