Grausamer Winter

Eine furchtbare Kälte ist in die Strassen von St. Petersburg eingefallen, in jene von Moskau ebenfalls.
Unsere Überlebenszelte, unsere Nachtunterkunft, unser Empfangszentrum werden gestürmt. Jede Nacht retten wir Leben.
Und dabei möchten wir noch viel mehr tun. Helfen Sie uns.

Ein Kampf ohne Ende
Die dringende Bitte, welche Daria Baibakowa, die Präsidentin von Nochlechka Moskau, unterstreicht.
In einem kürzlichen Interview hat man mich gefragt, was für mich im Kampf , den wir führen, um den obdachlosen Sans-Papiers zu helfen, das Schlimmste ist, sagt sie uns.
Einfach zu beantworten, das Härteste ist, jeden Tag arbeiten zu gehen und zu sehen, dass man nicht allen helfen kann.
Unwichtig, an welchem Punkt Sie hart arbeiten, wir haben nie genügend Zeit, nie genügend finanzielle Mittel, stets die Ungleichheiten, die staatliche Ungerechtigkeit und jetzt noch die Kälte, sie alle haben eine Länge Vorsprung auf unsere Arbeit.

Die Intoleranz
Heute, fährt Daria weiter, bitten wir alle Obdachlosen, sich trotz der brutalen Kälte nicht vor dem Eingang aufzuhalten, bevor wir öffnen.
Es gibt Nachbarn, die das nicht gerne haben. Unsere Kunden verstehen das. Sie warten, indem sie im Quartier umhergehen, dabei wären sie unter unserem überdachten Zugang ein wenig geschützt. Sinnlos, die Nachbarschaft zu provozieren.
Ich hasse es, dies unseren Obdachlosen vorschreiben zu müssen, ich schäme mich dafür, aber weshalb eine unnötige Konfrontation riskieren?

Zuerst die Tiere in Not
Daria fährt weiter mit der Schilderung, in welchem Masse das Empfangszentrum nach dessen Eröffnung am 6. August 2020 gestürmt wurde. Der Beweis, welch immense Notwendigkeit diese Form der Hilfe darstellt.
In Moskau, unterstreicht Daria Baibakowa, diskutieren die staatlichen Institutionen im Zeitpunkt dieser grossen Kälte, den Tieren zu helfen, ihnen Hütten zur Verfügung zu stellen, was jedoch die obdachlosen Sans-Papiers betrifft……
In Moskau gibt es eine einzige öffentliche Institution, wo dies Obdachlosen hingebracht werden.
Unsere Organisation, die den Leuten hilft, von der Strasse wegzukommen, erhält von den Behörden keine finanzielle Unterstützung und stösst dauernd auf Widerstand bei den örtlichen Bewohnern.

Grausamer Winter
Jammern hilf nichts, wir haben keine Zeit dafür, die Bedürfnisse der Zehntausenden von Obdachlosen sind immens, jetzt noch vervielfacht durch den erbarmungslosen Winter.
Wir können nur weitermachen trotz unserer äusserst limitierten finanziellen Mittel.
Jeden Tag bin ich durch all die kleinen Aktionen gestützt, die wir realisieren, durch die Leute, die uns helfen wie dieser Arzt, der freiwillig unsere Kunden untersucht, aber auch durch das Lächeln auf den Gesichtern der Leute, die uns unterstützen und natürlich auch durch den Milchkaffe am Morgen.

Ohne Sie, ohne ihre finanzielle Hilfe können wir nichts machen.
Unsere Aufgabe ist immens, unterstützen Sie uns, Sie retten Leben.

 

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