ER ist da, der Bus ist da

Ein Freudenschrei, den wir alle ausgestossen haben, vorausgesagt, gedacht, gehofft: Der Nachtbus ist da, er ist da, in Moskau. Nach St. Petersburg können auch wir, ja auch wir können den obdachlosen Sans-Papiers der Hauptstadt helfen.
Daria Baibakowa, die Direktorin von Nochlechka-Moskau, aufgeregt, gerührt, erzählt uns mit strahlendem Lachen über diese erste Tour.

Das ist es, das Wunder des Nachtbusses
Sie können sich nicht vorstellen, was es bedeutet: jetzt werden die Leute verpflegt. Ein Tropfen im Meer, gewiss, aber einer von lebenswichtiger Bedeutung.
Schau hier: dieser junge Mann, anlässlich der ersten Tour angetroffen. In den Zwanzigern, gut angezogen, hatte er Mühe, seinen Teller Suppe zu halten, er weinte, übermannt von den Gefühlen.Gratis, gratis, gratis“, wiederholte er, „ich kann nicht glauben, dass dies möglich ist“, sagte er.

Ich werde mich an diesen Tag erinnern, immer
Wir werden mit zwei Stops beginnen, fährt Daria fort, glücklich.
Der Nachtbus in Moskau funktionniert, weil sich viele Leute zusammengeschlossen haben, viele denken, dass nie jemand vor Hunger sterben darf.

Eine unverhoffte Unterstützung
Zudem hat sich eine für uns unglaubliche Geschichte ereignet, fährt Daria fort.
Die Gesellschaft des öffentlichen Verkehrs von Moskau hat uns einen Minibus samt Fahrer zugewiesen. Dank diesem zur Verfügung gestellten Transportmittel können wir schnell Nahrungs- und Hygienemittel für den Nachtbus abholen, behinderte obdachlose Sans-Papiers ins Krankenhaus oder zu den Regierungsämtern fahren.
Freiwillige übernahmen diese Aufgaben bisher, jetzt können wir sie selbst durchführen, was natürlich viel praktischer ist und wir viel agiler werden.
Vielen Dank der moskauer Verwaltung, danke Leonid Antonov, Generaldirektor des moskauer öffentlichen Verkehrs und an Maxim Liksutov, Chef der Abteilung der moskauer Transporte.
Das ist cool! Danke, jetzt gehts los!

Wie 2008
An der Seite von Daria steht Grigory Swerdlin, ihr petersburger Kollege. Der Direktor von Nochlechka ist gekommen, um an diesem aussergewöhnlichen Anlass teilzunehmen.
Wie 2008, ruft er in die Runde, wie 2008 bei meinem Beginn in der Vereinigung, sagt er, gleichermassen aufgeregt. Wieviele Leute heute Abend? 140 – 180 Personen, ich weiss es nicht, ich bin wirklich nicht dazugekommen, sie zu zählen.
In einer ersten Phase den in den abscheulichen Konditionen überlebenden Obdachlosen helfen, dass sie nicht verhungern. Anschliessend sie zu unseren Empfangszentren führen, wo sie soziale, juristische und medizinische Hilfe erhalten, um sie dabei zu unterstützen, in ein würdevolleres Leben zurückkehren zu können, zeigt uns Grigory die riesigen Vorteile der umfassenden Hilfe auf.

In Moskau, in St. Petersburg, unsere Aufgabe ist überall immens. Helfen Sie uns.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.