Moskowiter Nochlechka

Verschiedene moskauer Vereinigungen, die mit den obdachlosen Sans-Papiers arbeiten, haben Nochlechka um Hilfe gebeten. Als Antwort darauf wird die petersburger Nichtregierungs-Organisation in der russischen Hauptstadt eine Antenne eröffnen.
Das Projekt macht Fortschritte, Frau Daria Baibakova wird ihre Direktorin sein, das Personal wird zur Zeit rekrutiert, ein Mietlokal wird dringendst gesucht.

Die Strasse ist mein Zuhause
In diesem Rahmen nimmt der Direktor von Nochlechka, Grigori Swerdlin, am 21. Juli in Moskau an der Konferenz „Die Strasse ist mein Zuhause“ teil. Sie findet während des Städteforums statt.
Das moskauer Städteforum ist einer der grössten internationalen Kongresse, die den Herausforderungen für die Entwicklung der weltweiten Megapolen gewidmet ist. Das Thema dieses Jahr: „Linking Generations“.

In Moskau sind es auch mehrere zehn Millionen Bürger ohne jegliche administrative Existenz

Jeden Tag treffen wir auf den Strassen Obdachlose und Bettler. Konfrontationen lösen widersprüchliche Gefühle aus, Erbarmen und Irritation, erklärt uns Grigori Swerdlin.
Um fortzufahren: Fast immer führen diese Treffen zur Verwirrung, stellen Fragen. Wer sind diese Obdachlosen? Weshalb sind sie es? Wie beim Zusammentreffen mit einer obdachlosen Person reagieren? Wie ihnen wirklich helfen?
Davon werden wir am Forum sprechen. Wir gehen auf unser Projekt von der Realisation der moskowiter Nochlechka ein, das zur Zeit läuft.

25 Jahre Erfahrung
Vor einigen Monaten wurden wir von verschiedenen kleinen Vereinigungen der Hauptstadt kontaktiert, welche unabhängig voneinander die Obdachlosen durch eine spezifische Hilfe unterstützten.
Anstatt die diversen Gruppen mit unterschiedlichen Statuten und Funktionsweisen durch eine gemeinsame Vereinbarung zusammenzuschliessen, haben wir entschieden, eine vollständig neue Einheit zu schaffen.
Nochlechka leitet zu Beginn die neu kreierte Stuktur, anschliessend wird diese eine zunehmend grössere Autonomie erhalten, dies möglichst rasch.

Starke Motivationen
Grigori fügt bei: Für den Aufbau der moskowiter Struktur ist es vor allem wichtig, stark motivierte Personen zu finden. Diese humanitäre Arbeit ist anstrengend und die Entlöhnung zudem sehr bescheiden.
Im Moment treffen wir bei der Suche nach einem Gebäude auf grosse behörliche Hindernisse.
Dies ist unverständlich. Statt uns zu helfen, legt uns die Bürokratie Steine in den Weg, wo wir doch Aufgaben erledigen, um die sie sich kümmern müsste, diese aber lieber ignoriert.

IHRE HILFE Sie retten Leben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.