Die Reihe ist an Moskau

Neuigkeit in der russischen Hauptstadt: ein Waschsalon für die Obdachlosen.
Nach St. Petersburg im November 2016 eröffnet Nochlechka eine Einrichtung, die es den Ärmsten ermöglicht, ihre Kleider zu waschen. Kein Identitätsausweis ist notwendig wie es die wenigen staatlichen Salons von den obdachlosen Sans-Papiers verlangen.

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Die Wäscherei befindet sich bei der Metro-Station „Dynamo“, in der Passage Petrovsko-Razumovsky, im Haus Nr. 13. Die Ausrüstung wird kostenlos durch die Selbstbedienungs-Wäscherei-Kette Prachka.Com geliefert.
Alle übrigen Kosten des Projekts werden zwischen Nochlechka und der Vereinigung “Neuer Anlauf“ halbiert. Für den Start der Wäscherei, d.h. für die Instandstellung und Ausrüstung der Lokalitäten sowie den Lohn des Angestellten im ersten Betriebsjahr, sind insgesamt 1.82 Millionen Rubel (26’000 CHF) budgetiert.

Sich sauber fühlen, muss keine Exklusivität sein
Wir beschuldigen die Obdachlosen zu oft, übel zu riechen, denken dabei aber nicht an die Tatsache, dass diese Leute keinen Ort haben, um sich zu waschen und ihre wenigen Kleider zu reinigen, sagt Grigory Swerdlin, Präsident von Nochlechka.
Und er fügt bei: sich sauber fühlen, muss keine Exklusivität sein. Für die Obdachlosen wie für uns ist es äusserst wichtig, sich sauber zu fühlen, saubere Kleider zu tragen. Zudem ist es für die Obdachlosen damit einfacher, erste Schritte bei der Arbeitssuche zu machen, ohne ausschliesslich wegen ihrer Erscheinung systematisch abgewiesen zu werden.
Unsere Wäscherei in St. Petersburg ist ein sehr grosser Erfolg, über 5’500 Personen haben bisher davon profitieren können. In Moskau, wo die Obdachlosen noch zahlreicher sind, wird es auch so sein.

Diese Wäscherei ist eine Premiere im Aufbau einer moskowiter Nochlechka, wie wir kürzlich berichteten. Lesen Sie dazu den entsprechenden Artikel.

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